Abschied und Tod – Trost finden und Hoffnung bewahren

Abschied zu nehmen ist nie leicht – besonders dann nicht, wenn ein geliebter Mensch gehen muss.
Wenn ein Mensch im Sterben liegt und für immer geht, dann macht das oft sprachlos, hilflos, ohnmächtig oder einsam.
Beim Abschied nehmen und in der Trauer sind Sie aber nicht allein. Wir sind in diesen schwierigen Zeiten gerne für Sie da und bieten Ihnen unsere Begleitung an.

Was ist jetzt zu tun?

Nehmen Sie Kontakt auf

Wenden Sie sich möglichst frühzeitig an eine unserer Pfarrpersonen. Gemeinsam besprechen Sie die nächsten Schritte sowie den möglichen Termin und Ort der Abschiedsfeier.

Bitte legen Sie den Termin erst verbindlich fest, wenn die Verfügbarkeit der Pfarrperson und der gewünschten Räumlichkeiten geklärt ist.

Termin und Ablauf besprechen

Gemeinsam werden der Termin, der Ort und die Gestaltung der Abschiedsfeier beziehungsweise Abdankung geklärt.

Persönliches Trauergespräch

Vor der Abschiedsfeier findet ein persönliches Gespräch statt. Dabei ist Raum für Erinnerungen, Fragen und Wünsche.

Hilfreich sind einige Stichworte zu:

  • wichtigen Stationen im Leben
  • persönlichen Eigenschaften und Erinnerungen
  • gewünschten Liedern, Texten oder Musikstücken
  • besonderen Wünschen der verstorbenen Person

Ein vorbereiteter Lebenslauf ist nicht notwendig.

Abschiedsfeier vorbereiten

Gemeinsam mit Ihnen wird eine persönliche und würdige Feier vorbereitet. Dabei können Musik, Gebete, Texte, Erinnerungen und Beiträge von Angehörigen berücksichtigt werden.

Musik und weitere Mitwirkende

Für die musikalische Gestaltung kann eine Organistin oder ein Organist beigezogen werden. Falls Sie besondere Musikwünsche haben oder weitere Musikerinnen und Musiker einbeziehen möchten, besprechen Sie dies bitte frühzeitig mit der Pfarrperson.

Auch weitere Beiträge sollten vorgängig abgesprochen werden, damit sie gut in den Ablauf der Feier integriert werden können.

Traueranzeige und Kollekte

Die Angaben für eine Traueranzeige stimmen Sie in der Regel mit dem Bestattungsunternehmen ab. Falls darin Informationen zur kirchlichen Feier erscheinen, sollten Termin, Ort und Bezeichnung der Feier vorher bestätigt sein.

Auf Wunsch kann während der Abschiedsfeier eine Kollekte für eine gemeinnützige oder kirchliche Organisation erhoben werden. Die Wahl des Verwendungszwecks wird gemeinsam besprochen.

Begleitung über die Beerdigung hinaus

Auch nach der Abschiedsfeier stehen unsere Pfarrpersonen für persönliche und vertrauliche Gespräche zur Verfügung.

«In Zeiten der Trauer sind Worte oft schwer zu finden. Es ist mir ein Anliegen, Menschen mit Mitgefühl zu begleiten und die Hoffnung des christlichen Glaubens spürbar werden zu lassen.»
Frank Sachweh, Pfarrer

Gedanken zum Abschied und Tot

Raum für Trauer

Frühere Rituale halfen den Menschen, dem Tod bewusst Raum zu geben. Das alltägliche Leben wurde unterbrochen, um die Trauer nicht zu verdrängen, sondern ihr Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Abschied durfte sein – ohne Ablenkung, ohne Eile.

Unterbrochenes Leben

Der Tod ist ein Einschnitt, der das Leben nicht einfach weiterlaufen lässt. Früher wurde dieser Einschnitt sichtbar gemacht, indem Arbeit ruhte und sich das Leben zurückzog. Diese bewusste Unterbrechung zeigte: Etwas Entscheidendes ist geschehen und verdient Beachtung.

Ablenkung heute

Heute versuchen viele Menschen, Trauer durch Aktivität zu überdecken. Betriebsamkeit kann kurzfristig schützen, verhindert aber oft die notwendige Auseinandersetzung mit Verlust und Endlichkeit. So bleibt Trauer unausgesprochen und wirkt im Verborgenen weiter.

Stille und Ehrlichkeit

Stille und Schweigen eröffnen einen ehrlichen Zugang zu sich selbst, zu anderen Menschen und zu Gott. Wer den Mut findet, Ablenkung loszulassen, kann Trauer bewusst wahrnehmen und ihr einen Platz im Leben geben. Diese Ehrlichkeit lindert Ängste und schafft inneren Halt.

Hoffnung im Abschied

In der kirchlichen Begleitung von Abschied und Tod wird Raum für Stille, Trauer und Hoffnung geschaffen. Im Vertrauen auf Gottes Nähe, die stärker ist als der Tod, dürfen Menschen Abschied nehmen und Trost finden – behutsam, würdevoll und getragen.

Text von Frank Sachweh

Ewigkeitssonntag

Zusammen gedenken

Einmal im Jahr, im November, kommen wir zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken. Am Ewigkeitssonntag feiern wir gemeinsam einen Gottesdienst – in der Erinnerung an die Toten und in der Hoffnung darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort Gottes ist. Zu diesem Gottesdienst sind alle herzlich eingeladen, besonders jene, die im vergangenen Jahr einen geliebten Menschen verloren haben.

Begleitung in schweren Momenten

In Zeiten des Abschieds stehen Ihnen unsere Pfarrpersonen einfühlsam zur Seite. Sie begleiten Trauernde, führen Gespräche und gestalten Abdankungen würdevoll und persönlich.

Gueggel